Was ist Logopädie?

Logopäden und Logopädinnen sind darin ausgebildet festzustellen, ob eine Sprach-, Sprech-, Stimm- oder auch Schluckstörung vorliegt und wie sie zu behandeln ist. Sie diagnostizieren und therapieren auf der Grundlage einer ärztlichen Verordnung und beraten Patienten und ihre Angehörigen. Im Vorfeld von Erkrankungen können logopädische Beratungs- und Präventionsangebote dazu beitragen, Kommunikationsstörungen vorzubeugen. Auch während einer Erkrankung können Logopäden helfen, mögliche Folgen für die Sprache, das Sprechen, das Schlucken oder die Stimme abzuwenden beziehungsweise abzumildern.

(dbl, 2016)

Was ist Sprache?

Sprache entsteht im Kopf und besteht aus allen Wörtern die wir zur Verfügung haben und individuell zusammensetzen. Wenn unsere Sprache gestört ist, kann eine Verständigung mit Mitmenschen stark eingeschränkt oder sogar unmöglich sein. Störungen der Sprache finden sich beispielsweise bei Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung aber auch bei Erwachsenen, die als Folge eines Schlaganfalls eine Aphasie erleiden. Sie müssen Sprachen im Rahmen einer Therapie (neu) "erlernen".

Was ist Sprechen?

Sprechen beinhaltet die Ausformung der Sprache. Die Worte in unserem Kopf müssen gebildet d.h. artikuliert werden. Dafür müssen viele verschiedene Muskeln zusammenarbeiten. Ist diese Zusammenarbeit gestört kommt es zu Sprechstörungen wie Lispeln, Dysarthrie
oder Sprechapraxie. Die Logopädie hilft, zum flüssigen Sprechen zurückzufinden.

Was ist Stimme?

Die Stimme ist eine wichtige Grundlage der Kommunikation und ein Merkmal unserer Persönlichkeit. Jeder nutzt seine Stimme im Berufs- und Privatleben Tag für Tag - ganz selbstverständlich. Treten jedoch Störungen der Stimme auf, kann die Kommunikation stark eingeschränkt sein.
Eine gezielte logopädische Therapie hilft dabei, ohne Be-
einträchtigungen am Berufs- und Privatleben teilzunehmen.

Was ist Schlucken?

Schlucken ist eine elementare Voraussetzung für die Nahrungsaufnahme. Ein Mensch schluckt bis zu 2000 Mal am Tag, meist ohne es bewusst wahrzunehmen. Ist das Schlucken eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist die Lebensqualität einen Menschen stark beeinträchtigt. Schluckstörugen treten häufig nach einem Schlaganfall und anderen neurologischen Erkrankungen auf. In der logo-
pädischen Therapie wird das Essen wieder neu erlernt bzw. die Nahrung an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst.