Wie bekommt man eine Therapie?

Verordnung

Die logopädische Behandlung ist Teil der medizinischen Grundversorgung, muss jedoch von einem Arzt verordnet werden. Daher erfolgt vor jeder logopädischen Therapie eine ärztliche Untersuchung (z.B. beim Kinderarzt,
HNO-Arzt, Phoniater, Neurologen, Allgemeinmediziner, Zahnarzt, Kieferorthopäden, Kinder- und Jugend-
psychiater). Der behandelnde Arzt stellt anschließend 
eine Heilmittelverordnung zur Stimm-, Sprach- und Sprechtherapie aus.

Therapiedauer u. Therapiefrequenz

In der Regel wird eine logopädische Therapie über 45 Min. verordnet. In einigen Fällen können jedoch auch 30 Min. oder 60 Min. verordnet werden, wenn beispielsweise die Konzentrationsfähigkeit des Patienten stark eingeschränkt ist.

Die Therapiefrequenz liegt in der Regel zwischen 1x bis 3x wöchentlich, kann jedoch bei Bedarf auch erhöht werden.

Zuzahlung

Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen bis zum
18. Lebensjahr übernimmt die Krankenkasse. Erwachsene müssen den gesetzlichen Eigenanteil tragen, sofern sie nicht davon befreit sind.

Hausbesuche

Die Logopädische Therapie kann bei Bedarf auch zu Hause bzw. in der Pflegeeinrichtung durchgeführt werden, wenn es dem Patienten auf Grund körperlicher Beeinträchtigungen nicht möglich ist die Praxis aufzusuchen. Der Hausbesuch muss vom Arzt verordnet werden. Zusätzliche Kosten für die Anfahrt werden von der Krankenkasse übernommen.  

Ablauf einer logopädischen Behandlung

Logopädische Untersuchung

Zu Beginn der logopädischen Therapie werden in einem Anamnesegespräch relevante Informationen zur Entwicklung und Krankheitsgeschichte erhoben. Anschließend werden abhängig vom Störungsbild Untersuchungen aller sprachlichen Leistungen bzw. der Stimme oder des Schluckaktes mit Hilfe gezielter Tests durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchung bilden gemeinsam mit dem ärztlichen Befund die Grundlage für
die Auswahl der Behandlungsmethode.

Logopädische Therapie

Die Ziele der logopädischen Therapie werden gemeinsam mit den Patienten und ggf. den Angehörigen oder dem Pflegepersonal festgelegt und können im Laufe einer Therapie veändert und angepasst werden. In Abhägigkeit vom Störungsbild werden dann gezielte Übungen zur Verbesserung der Sprach-, Sprech-, Stimm- oder Schluckfunktion durchgeführt. Zudem werden Patienten und Angehörige zur Durchführung häuslicher Übungen angeleitet.

Logopädische Beratung

Neben den spezifischen Übungen legen wir großen Wert darauf, die Patienten und Angehörigen sowie ggf. das Pflegepersonal durch Gespräche in den Therapieverlauf einzubeziehen. Jede Behandlung berücksichtigt selbstverständlich die individuelle Situation sowie den individuellen Entwicklungsstand der Patienten.